Thermografie

Bildergalerie Gebäudethermografie

Wärmebild eines Fensters von innen...                                            ... und das zugehörige Realbild:

Wärmebild Fenster von innen Fenster Realbild von innen

 

 

 

 

 

 

 

Die dunkelblauen Stellen zeigen, daß der Einbau des Fensters hier bei diesem Neubau nicht ausreichend dicht ausgeführt wurde. Dies führt zu unkontrollierten Lüftungswärmeverlusten. Hier musste von innen nachgedichtet werden.

 

Wärmebild einer ungedämmten Betondecke...                              ... und das zugehörige Realbild:

Wärmebild einer ungedämmten Betondecke Realbild der ungedämmten Betondecke

 

 

 

 

 

 

 

Temperaturprofil entlang der eingezeichneten Linie:

Temperaturprofil der Betondecke

Ungedämmte Betondecken findet man auch an neueren Gebäuden noch häufig, wie auch hier an einem Gebäude mit Baujahr um 2000. Bei einer Aussentemperatur von ca. -10°C bewegen sich hier die Oberflächentemperaturen an der Decke zwischen -1°C aussen, über +8°C an den Kanten innen und über +12°C in der dargestellten Ecke, an der 3 Innenkanten zusammenlaufen (geometrische Wärmebrücke !).

 

 

 

Ein Jahr später sind an der gleichen Stelle die Erfolge der zwischenzeitlich durchgeführten Dämmarbeiten zu erkennen:

Wärmebild der Betondecke...                                                           ... und das zugehörige Realbild:

Wärmebild einer Betondecke mit Wärmedämmung Realbild der Betondecke mit Wärmedämmung

 

 

 

 

 

 

 

Temperaturprofil entlang der eingezeichneten Linie:

Temperaturprofil der Betondecke

An der Betondecke wurden im Laufe des Sommers Holzfaserdämmplatten angebracht mit 14cm Stärke (kombinierte Platte aus 10cm Holzweichfaser + 4cm Putzträgerplatte) und einer Wärmeleitfähigkeit von λ=0,041W/mK. Auf die Platten wurde ein Gewebe aufgebracht. Abschließend wurden die Oberflächen dann verspachtelt und verputzt. Die Betondecke besitzt nun einen Wärmedurchgangskoeffizienten von U=0,2 W/m²K.

Bei einer Aussentemperatur von ca. -6°C liegt hinten in der Ecke (geometrische Wärmebrücke !) die höchste Temperatur im Bild mit 10,2 °C nicht sehr viel niedriger als ein Jahr zuvor, jedoch bewegen sich nun die Oberflächentemperaturen an der Decke entlang der eingezeichneten Linie zwischen knapp -6°C aussen und 0,6°C innen an der Kante über dem Fenster . Die Oberflächentemperaturen sind also sehr viel tiefer als ein Jahr zuvor. Die Wärmeverluste an dieser Stelle sind damit gegenüber vorher deutlich reduziert!

Industriethermografie

Wärmebild von Bauteilen eines SchaltschrankesHäufig legen Gebäudebrandversicherer Industriebetrieben die regelmäßige thermografische Überprüfung Ihrer elektrischen Anlagen in der Produktion nahe.

Mit der Wärmebildkamera kann der ordnungsgemäße Betrieb einer elektrischen Anlage sehr schnell überprüft und gegenüber der Gebäudebrandversicherung dokumentiert werden.

Sollten thermisch sehr hoch belastete Bauteile gefunden werden, zum Beispiel in einem Schaltschrank, können diese im Nachgang gezielt mit elektrischen Messungen genauer überprüft und entsprechende Maßnahmen falls nötig eingeleitet werden. Die Thermografie leistet hier einen wertvollen Beitrag zur Betriebssicherheit der elektrischen Anlage.

Falls Sie Interesse an einer thermografischen Überprüfung Ihrer elektrischen Anlage haben, freuen wir uns auf Ihre Anfrage !

Referenzen Thermografie an Photovoltaikanlagen

PV-Anlage in Albertshofen

92355 Velburg-AlbertshofenPV-Anlage in Albertshofen

20 kWp, Anlage auf Steildach und aufgeständert auf Pultdach.

 

 

 

 

 

Gemeinschafts-PV-Anlage in Schwäbisch Hall

74523 Schwäbisch Hall PV-Anlage in Schwäbisch Hall

11 kWp, Anlage aufgeständert auf Flachdach.

 

 

 

 

 

Gemeinschafts-PV-Anlage in Schwäbisch Hall

74523 Schwäbisch Hall PV-Anlage in Schwäbisch Hall

30 kWp, Anlage aufgeständert auf Flachdach.

Thermografie

Wärmebild einer GebäudewandJeder Körper mit einer Temperatur über dem absoluten Nullpunkt sendet Wärmestrahlung aus. Die Thermografie, d.h. die Erstellung von Wärmebildern, macht diese Wärmestrahlung von Oberflächen sichtbar und stellt sie als Temperaturverteilung in einem Bild mit einer geeigneten Farbskala dar.

 

 

Überprüfung Ihrer Photovoltaikanlage mit der Wärmebildkamera

Gründe für die thermografische Überprüfung Ihrer Photovoltaikanlage

Wärmebild einer PV-Anlage mit ZellfehlernSehr viele Photovoltaikanlagen enthalten Fehler wie zum Beispiel defekte Zellen (siehe Bild rechts). Bereits wenige defekte Zellen mindern die Effizienz Ihrer Anlage erheblich und kosten Sie damit im Lauf der Jahre sehr viel Geld. Nicht nur, daß defekte Zellen keinen Strom produzieren, sie verbrauchen sogar Strom!

Die dauernde Überhitzung einer einzigen beschädigten Zelle führt im Lauf der Zeit zur Zerstörung des ganzen Strings und letztendlich zum Funktionsausfall des ganzen Moduls. In Extremfällen herrscht durch einen Defekt sogar akute Brandgefahr. Mit einer bloßen elektrischen Leistungsmessung können solche lokalen Defekte nicht sicher erkannt werden, nur mit der Thermografie ist dies sicher möglich.

Die Thermografie eignet sich ganzjärig zur Überprüfung Ihrer Photovoltaikanlage während des Betriebs. Mit unserer Wärmebildkamera stellen wir sehr schnell fest, ob Defekte an der Anlage vorhanden sind und wo sich diese befinden. Der von uns erstellte Thermografiebericht bietet Ihrem Installateur dann eine sehr gute Grundlage, um gezielt die auffälligen Module auf ihre elektrischen Kenndaten hin zu überprüfen und ggf. weitere Schritte zu klären.

 

Mögliche Fehler an Ihrer Photovoltaikanlage

Über einzelne Zelldefekte hinaus können folgende leistungsmindernde und zum Teil die Brandgefahr erhöhende Unregelmäßigkeiten an einer Photovoltaikanlage mit der Wärmebildkamera aufgespürt werden:

  • teilweiser oder kompletter Ausfall von Modulen (auch bei Dünnschicht-Modulen erkennbar),
  • fehlerhafte Verkabelung der Module durch falsche Montage oder Marderbiss,
  • ins Modul eingedrungene Feuchtigkeit,
  • Delamination,
  • Risse im Modul oder in einzelnen Zellen,
  • defekte Bypass-Dioden,
  • Alterungs- / Belastungserscheinungen am Modul (z.B. defekte Lötstellen, Durchbiegung des Moduls) und
  • Überhitzung an Wechselrichtern, Anschlußdosen, Verteilerkästen etc.

 

Wie oft sollte Ihre Photovoltaikanlage überprüft werden ?

Die thermografische Überprüfung Ihrer Photovoltaikanlage empfehlen wir mindestens:

  • kurz nach der Inbetriebnahme,
  • vor Ablauf der Garantie auf die Installation, d.h. die "elektrische Anlage" (2 Jahre nach VOB),
  • vor Ablauf der Produkthaftung des Herstellers, d.h. Garantie auf mechanische Schäden (meist sind dies 10 Jahre),
  • vor Ablauf der Herstellergarantie auf die Leistungsfähigkeit der Module (meist 20 Jahre) und
  • bei Verdacht eines teilweisen Ausfalls

Die für Sie im konkreten Fall geltenden Gewährleistungsfristen sind in Ihrem entsprechenden (Kauf-) Vertrag festgehalten.

Die DIN VDE 0105 rät sogar zur routinemäßigen Überprüfung mithilfe der Thermografie alle 2 Jahre.

 

Was wir zur Überprüfung benötigen

Zur Überprüfung Ihrer Photovoltaikanlage benötigen wir sonniges Wetter. Die Strahlungsleistung sollte mindestens ca. 500 W/m² betragen. Von November bis Februar sind daher nur sehr sonnige Stunden um die Mittagszeit günstig. Im übrigen Jahr sind die Strahlungsleistungen durch den höheren Sonnenstand auch an einem leicht bewölkten Tag ausreichend.

Aufgeständerte Anlagen auf Dächern müssen sicher zugänglich sein.

 

Kosten

Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot und freuen uns über Ihre Anfrage.

Unser Kamerasystem für Wärmebilder

Wir verwenden für unsere Wärmebildaufnahmen eine hochwertige Kamera, die 875-2 von Testo mit "SuperResolution"-Technologie:

  • 320 x 240 Bildmesspunkte im Infrarotbereich
  • Thermische Empfindlichkeit (NETD) < 0,08 K
  • Integrierte Digitalkamera für die Aufnahme von Realbildern mit gleichem Bildausschnitt wie die zugehörigen Wärmebilder
  • Temperaturmessbereich -20°C bis +280°C

Für die Gebäudethermografie verwenden wir ein Standardobjektiv mit sehr breitem Sichtfeld (32° x 23°), das z.B. bei Aussenaufnahmen Bilder mit guter Übersicht über das Gebäude ermöglicht. Für Objekte, die sehr detailliert aufgenommen werden müssen, an die aber nicht sehr nahe herangegangen werden kann - z.B. Photovoltaikanlagen auf Dächern - steht uns alternativ ein Teleobjektiv mit 9° x 7° zur Verfügung.

Die Auswertung und Nachbearbeitung der Wärmebilder sowie die Erstellung des Berichts erfolgt mit der Software "IRSoft" des Kameraherstellers.

Unsere thermografische Untersuchung Ihres Gebäudes

Aufnahmen / Messung

Sie vereinbaren mit uns einen Termin - je nach Wetterlage auch kurzfristig. Sie benötigen dazu etwa 2 Stunden Zeit. Wir erstellen zuerst von jeder zugänglichen Aussenseite des Gebäudes Aufnahmen. Anschließend gehen wir mit Ihnen in Ihr Gebäude und erstellen Aufnahmen von auffälligen Stellen von innen.

 

Bericht

Sie erhalten wenige Tage später einen ausführlichen Bericht über ca. 20 Seiten als pdf-Datei und auf Wunsch auch in Papierform. Zu jedem Wärmebild wird die dargestellte Schwachstelle in Worten beschrieben. Neben jedem Wärmebild wird ein Realbild mit etwa gleichem Ausschnitt abgedruckt, sodaß die Temperaturverläufe im Wärmebild für Sie jederzeit nachvollziehbar und zuzuordnen sind. Zusätzlich fassen wir die gefundenen Schwachstellen in Textform zusammen und erteilen Ihnen - wo es möglich ist - Ratschläge, wie Sie diese sinnvoll mindern bzw. beseitigen können. Gerne erläutern wir Ihnen den Bericht auch persönlich.

Auszüge aus Thermografieberichten als Beispiel (pdf)

 

Kosten

Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot und freuen uns auf Ihre Anfrage.

Voraussetzungen für aussagekräftige Wärmebilder von Gebäuden

Temperaturen

Voraussetzung ist eine Temperaturdifferenz zwischen innen und außen von mindestens 15 K über einen ausreichenden Zeitraum. D.h. die Innentemperaturen im Gebäude sollten (in beheizten Räumen) zwischen 15°C und 20°C liegen, die Aussentemperatur zum Zeitpunkt der Messung bei 0°C oder tiefer.

 

Sonneneinstrahlung

Der Messzeitpunkt muss so gewählt werden, dass eine mögliche vorhergehende Sonneneinstrahlung keinen Einfluss mehr auf das Messergebnis hat. D.h. z.B. Messungen Abends um 5 Uhr nach einem sonnigen Wintertag ergeben auf der Südseite eines Gebäudes keine brauchbaren Aufnahmen.

 

Niederschlag und Wind

Die Messung sollte nicht durch Umwelteinflüsse wie Wind, Regen, Schnee, Nebel, o.ä. beeinträchtigt werden. Bedeckte Tage ohne Niederschlag sind am günstigsten. Bei Niederschlag leidet die Bildqualität. Da Wind (ab ca. 2 m/s) großen Einfluss auf die Wärmeübergangswiderstände der einzelnen Bauteile hat, sind Messungen unter starken Windeinflüssen ggf. verfälscht.

 

Aufnahmen innen und außen

Um aussagekräftige Messungen durchführen zu können, muss auch eine Messung aus dem Innenbereich erfolgen. Viele wichtige Schwachstellen, werden überhaupt erst aus dem Innenbereich sichtbar.

 

Hinterlüftete Gebäudebauteile

Bei Gebäuden mit hinterlüftetem Vormauerwerk bzw. mit vorgehängten Fassaden oder im Dachbereich ist nur Innenthermografie möglich, da bei hinterlüfteten Bauteilen die Bewertung des Wärmetransportes unkalkulierbar ist.

 

Fenster

Die Fenster des Gebäudes sind während der Messung geschlossen zu halten. Geöffnete Fenster stören das Bild.

Die energetische Qualität von Fenstern und deren Anschlüssen kann aufgrund der Reflektionseigenschaften glatter Glasoberflächen auf thermografischem Weg nur mit begrenzter Genauigkeit beurteilt werden. Das gilt sowohl für Außen- als auch für Innenthermografie.

Was bietet die Thermografie ?

Gebäudethermografie

Die Thermografie macht Schwachstellen an ihrem Gebäude sichtbar.

Dies hilft z.B. im Vorfeld einer Sanierung oder im Zug einer Energieberatung fundierte Erkenntnisse über die Qualität der Gebäudehülle zu bekommen. Bei einer Sanierung kann so auf die gefundenen Schwachstellen, vor allem Wärmebrücken wie Geschossdecken, Fensterstürze und Balkone besonders geachtet werden.

Undichter Fenstereinbau und unverputzte Vormauerung beim Blower-Door-TestRealbild zum Wärmebild daneben

Ebenso nützlich ist die Thermografie als Maßnahme zur Qualitätskontrolle eines Neubaus. So werden schnell unidcht eingebaute Fenster und Türen oder etwa Fehlstellen in der Dämmung sichtbar. Bei einer Luftdichtheitsprüfung (Blower-Door-Test) lassen sich Undichtheiten mit der Thermografie sehr gut grafisch darstellen und dokumentieren.

 

Weitere Anwendungen

Photovoltaikmodul mit ZellfehlernÜber Gebäude hinaus findet die Thermografie Anwendung in der Industrie, bei der Überprüfung von Photovoltaikanlagen auf Defekte sowie in der Überprüfung von sonstigen elektrischen Anlagen.

Unterkategorien