Ingenieurbüro Carsten Burkhardt | Neumarkt i.d.OPf. | Bayern - Leckageexponent

Leckageexponent

Funktion der Leckagekurve

Aus den bei der Luftdichtheitsprüfung / beim Blower-Door-Test aufgenommenen Messpunkten wird eine Leckagekurve errechnet mit folgender Funktion:

Funktion Leckagekurve

Hierbei ist:
V - Leckageluftvolumenstrom in m³/h
C - Leckagekoeffizient, Einheit m³/(h Pan)
Δp - Gebäudedruckdifferenz in Pa
n - Leckageexponent

Aussage des Leckageexponenten in der Theorie

Bei idealer laminarer Luftströmung ist n = 1. Laminare Luftströmungen entstehen in sehr kleinen Luftspalten (genau genommen bei Reynoldszahlen Re < 2320).

Bei idealer turbulenter Luftströmung ist n = 0,5. Mit zunehmendem Spaltmaß schlägt eine laminare Strömung in eine turbulente Strömung um (Re > 2320).

Praktische Zusatzinformation aus dem Leckageexponenten

In der Praxis liegt der Leckageexponent meist im Bereich von 0,65 ... 0,67. An einem Gebäude liegt stets eine Mischung aus laminaren und turbulenten Leckageluftströmen vor.

Ein höherer Leckageexponent (gegen 1) ergibt sich bei einem sehr luftdichten Gebäude, wenn vor allem sehr kleine, kaum merkliche Leckagestellen an der Gebäudehülle vorhanden sind.

Ein niedrigerer Leckageexponent (gegen 0,5) ergibt sich, wenn Leckagestellen mit besonders großem Strömungsquerschnitt an der Gebäudehülle vorhanden sind.