Elektroinstallation - Steckdosen / Schalter

Beispiel für die Leckagestelle beim Blower-Door-Test

Leckage über Steckdose in Außenmauer

Ursachen für die Leckage

  • Mauerwerk aus Ziegelsteinen oder sonstigen porösen Steinen: Durch die Steine hindurch strömt Luft zur Steckdose. Handelt es sich hier nicht um eine spezielle luftdichte Unterputzdose mit Abdichtungsmembran, kann die Luft bei Unterdruck nach innen. Die DIN 4108-7:2011-01 enthält im Kapitel Planung und Ausführung folgenden Satz: "In Massivwänden, die die luftdichte Ebene darstellen und aus verputztem Mauerwerk mit Hohlräumen bestehen, sind für die Elektroinstallation Geräte- und Verbindungsdosen in luftdichter Ausführung zu verwenden." D.h. an sich sind luftdichte Unterputzdosen in Verbindung mit porösem Mauerwerk bereits heute "Standard", jedoch verwenden die meisten Elektriker aufgrund des etwas höheren Materialpreises auch hier bis heute "normale" Unterputzdosen.

  • Holzrahmenbau: Elektrische Installation druchstößt die Luftdichte Ebene. Evtl. Membran der luftdichten Hohlraumdose etwas verdrückt.

Leckagen sind vor allem im Außenwandbereich zu finden, jedoch auch an Innenwänden, wenn diese in die luftdichte Gebäudehülle einbinden.

Mögliche nachträgliche Abhilfe

KAISER Dichtungseinatz für Steckdoesen

Am Markt sind z.B. Dichteinsätze für die nachträgliche Abdichtung bestehender Steckdosen erhältlich. Beispiel siehe Bild rechts, Quelle Fa. KAISER GmbH & Co. KG.

Ist eine luftdichte Unterputzdose vorhanden und ist eine Dichtmembran etwas verdrückt, kann die Leckagestelle mit etwas Dichtmasse nachgedichtet werden.

Nach Möglichkeit sollte bereits bei der Ausschreibung und Ausführung der Elektroinstallation darauf geachtet werden, dass Unterputzdosen / Hohlraumdosen luftdicht ausgeführt werden, sofern diese in der luftdichten Ebene des Gebäudes eingebaut werden.