Wärme- und Feuchteschutz

Nachfolgend möchten wir Ihnen gerne unsere Dienstleistungsangebot zum Wärme- und Feuchteschutz von Gebäuden vorstellen. Unseren Schwerpunkt sehen wir innerhalb dieses Fachgebietes bei:

  • der Durchführung spezieller bauphysikalischer Berechnungen / Simulationen, insbesondere:
  • der Unterstützung von Architekten, Planern, Energieberatern und Sachverständigen bei speziellen Problemstellungen an allen Arten von Gebäuden - Wohngebäude und Nichtwohngebäude.

Winterlicher Wärmeschutz

  • Bemessung und Beurteilung der Mindestanforderungen an den winterlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2,
  • Bemessung und Beurteilung der Wärmedurchgangskoeffizienten von Gebäudebauteilen (U-Werte),
  • Wärmebrückenberechnung (Wir nutzen dazu derzeit die Software BKI Wärmebrückenplaner 2.),
  • Erstellung / Beurteilung von Luftdichtheitskonzepten,
  • Unterstützung bei der Planung, Ausschreibung und Überwachung der Ausführung der luftdichten Ebene der Gebäudehülle,
  • Prüfung der Luftdichtheit von Gebäuden nach DIN EN 13829 / Blower-Door-Test.

Kühllast

Ermittlung der maximalen Kühllast gemäß
DIN V 18599-2 / VDI 2078 Entwurf 2012 (Abschätzverfahren).

Wasserdampfdiffusion - dynamische Berechnung mit WUFI

Berechnung des hygrothermischen Verhaltens von Baukonstruktionen unter realen Bedingungen mit WUFI

Hygrothermische Simulationen erlauben eine realitätsnahe Ermittlung des gekoppelten Wärme- und Feuchtetransports in Materialien und Bauteilen unter realen Klimabedingungen, so wie es die aktuelle DIN 4108-3 im Anhang D fordert. Alle maßgeblichen Einflüsse für den Feuchteschutz von Baukonstruktionen, wie zum Beispiel Einbaufeuchte, Schlagregenbelastung, Wasserleitfähigkeit, farbabhängige Strahlungsabsorption und kapillarer Rücktransport werden berücksichtigt.

Mit WUFI 2D simulieren wir das hygrothermische Verhalten von:

  • Bauteilen im Regelquerschnitt,
  • Eck- / Anschlussdetails,
  • Wärmebrücken.

 

WUFI-Berechnungen für Neubau und Bestand

Typische Fragestellungen für eine hygrothermische Simulation von Bauteilen durch uns mit WUFI 2D sind:

  • Feuchteverhalten von Bauteilen unter typischen Klima- und Nutzungsbedingungen,
  • Prüfung der Bauweise auf Zulässigkeit und Eignung bzw. Feuchteschutznachweis gemäß DIN 4108-3 Kapitel 5. Diese Norm erlaubt den Feuchteschutznachweis für bestimmte Konstruktionen nur über den Weg der Simulation. Dies gilt seit der Ausgabe Oktober 2018 dieser Norm für folgende Bauteile, sofern Tauwasserbildung in ihrem Inneren zur Materialschädigung (z. B. durch Korrosion, Pilzbefall) oder zur Beeinträchtigung der Funktionssicherheit führen kann:
    • Konstruktionen von Räumen, die unbeheizt, gekühlt oder mit hoher Feuchtelast beaufschlagt sind (z. B. Schwimmbäder),
    • Bauteile von Gebäuden, die nicht unter die Kategorie "nicht klimatisierte Wohn- oder wohnähnlich genutzte Gebäude" fallen,
    • erdberührte Bauteile,
    • Bauteile zu unbeheizten Nebenräumen sowie Kellern,
    • begrünte und bekieste Dachkonstruktionen sowie solche mit Plattenbelägen und Holzrosten,
    • Innendämmung mit R > 1,0 m2∙K/W auf einschaligen Außenwänden mit ausgeprägten sorptiven und kapillaren Eigenschaften,
    • gedämmte, nicht belüftete Holzdachkonstruktionen mit Metalldachdeckung oder mit Abdichtung auf Schalung oder Beplankung ohne Hinterlüftung der Abdichtungs-/Deckunterlage.
  • Schutz von Holzbauteilen in der Konstruktion vor langfristiger Schädigung aufgrund zu hoher Feuchtigkeit,
  • Schutz vor Frostschäden an Putzen und Mauersteinen,
  • Identifikation von Planungsfehlern, bzw. frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Feuchteschäden bereits in der Planungsphase,
  • Identifikation der Ursache von Feuchteschäden auf Basis lokaler und zeitlicher Verteilung im Bauteil,
  • Analyse des Sanierungsbedarfs sowie Erarbeitung geeigneter Maßnahmen.

 

WUFI-Berechnungen bei Bauschäden

    WUFI-Berechnung_Wassergehalt_Ziegelmauerwerk.png

Im Schadensfall trägt unsere hygrothermische Berechnung mit WUFI 2D bei:

  • Zur Identifikation der Schadensursache (Gutachten). Typische Schadensbilder:
    • Luftleckagen,
    • Leckagen außen / Wassereintritt durch Schlagregen,
    • Schimmelpilzwachstum,
    • Schädigung von Holzbauteilen durch Pilze,
    • Korrosion im Bauteil,
    • Frostschäden.
  • Zum Vergleich von Planungs- und Istzustand und
  • zur Unterscheidung zwischen Planungs- und Ausführungsfehlern.

 

 

 

 

Normengrundlage für unsere hygrothermischen Berechnungen mit WUFI

Im Wesentlichen sind die folgenden Normen unsere Grundlage für die Durchführung und Auswertung hygrothermischer Berechnungen von Bauteilen, Anschlussdetails und Wärmebrücken:

  • DIN 4108-3:2018-10, Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz – Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung.
  • DIN 68800-2: 2012, Holzschutz - Teil 2: Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau.
  • WTA Merkblatt 6-1-01/D, Leitfaden für hygrothermische Simulationsberechnungen.
  • WTA Merkblatt 6-2, Ausgabe: 12.2014/D, Simulation wärme- und feuchtetechnischer Prozesse.
  • WTA Merkblatt 6-8-16/D:2016-08, Feuchtetechnische Bewertung von Holzbauteilen - Vereinfachte Nachweise und Simulation.

 

Typische Bauteile / Anschlußdetails

Typische Konstruktionen, für die wir hygrothermische Berechnungen durchführen, sind:

  • Flachdach in Holzbauweise, insbesondere im Hinblick auf Dachabdichtung, Belag sowie zusätzlichem Terrassenbelag oder Verschattung durch eine Photovoltaikanlage,
  • Flachdach in Holbauweise mit Begrünung,
  • Attika aus Holzbauteilen,
  • zusätzliche Wärmedämmung eines Steildaches im Bestand,
  • Außenwände mit zusätzlicher Innendämmung.

 

Ihre Anfrage zur hygrothermischen Berechnung

Für die hygrothermische Berechnung sind eine Menge an Randbedingungen zu berücksichtigen. Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage an unsere E-Mail-Adresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. mindestens mit folgenden Unterlagen:

  • Konstruktionsdetail des zu berechnenden Bauteils / Anschlußdetails,
  • Standort des Gebäudes,
  • umliegende Bebauung,
  • Himmelsrichtung und Neigung des Bauteils / Anschlußdetails,
  • eventuell vorhandene Verschattung,
  • Nutzung der an das Bauteil / Anschlußdetail angrenzenden Räume.

Wärmebrückenberechnung

Wärmebrückenberechnungen für Wohn- und Nichtwohngebäude, Neubau und Sanierung im Bestand

Gleichwertigkeitsnachweis für Wärmebrücken

Erstellung von Gleichwertigkeitsnachweisen für Wärmebrücken gemäß DIN 4108 Beiblatt 2 für die Verwendung des reduzierten Wärmebrückenzuschlags ΔU = 0,05 W/m²K in der Energiebedarfsberechnung.

Detaillierte Wärmebrückenberechnung

Erstellung von detaillierten Wärmebrückenberechnungen für die Ermittlung des für das jeweilige Gebäude spezifischen Wärmebrückenzuschlags für die Energiebedarfsberechnung. Dies ist eine Alternative zu den nach EnEV erlaubten Pauschalzuschlägen und führt oftmals zu einem geringeren Ansatz für die Wärmeverluste an Wärmebrücken. Ebenso ist die detailiierte Wärmebrückenberechnung möglich, wenn der Gleichwertigkeitsnachweis aufgrund einer konstruktiven Abweichung von der DIN 4108 Beiblatt 2 nicht gestattet ist. Bei der detaillierten Wärmebrückenberechnung werden die Wärmeverluste aller linienförmigen Wärmebrücken einzeln berechnet und in Verbindung mit deren Längen deren Wärmeverlust ermittelt. Im Verhältnis zur wärmeübertragenden Außenfläche des Gebäudes wird dann der Wärmebrückenzuschlag für das Gebäude ermittelt.

Nachweis zum Feuchteschutz an Wärmebrücken

Wärmebrücken können in ihrem thermischen Einflussbereich zu deutlich niedrigeren raumseitigen Oberflächentemperaturen, zu Tauwasserniederschlag und zur Schimmelbildung führen. Um das Risiko der Schimmelbildung durch konstruktive Maßnahmen zu verringern, ist gemäß DIN 4108-2 für Räume mit bestimmungsgemäßer Beheizung auf Innentemperaturen ≥ 19°C die Einhaltung des Temperaturfaktors f ≥ 0,7 bzw. einer Mindestoberflächentemperatur ≥ 12,6 °C nachzuweisen.

Hygrothermische Wärmebrückenberechnung

Berechnungen zum Feuchteverhalten von Wärmebrücken unter realen Klimabedingungen führen wir mit WUFI 2D durch, siehe "Wasserdampfdiffusion - dynamische Berechnung mit WUFI".

 

Ihre Anfrage zur Wärmebrückenberechnung

Beispiel Wärmebrückenberechnung Attika mit BKI Wärmebrückenplaner 2

Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage bezüglich eines Wärmebrückennachweises an unsere E-Mail-Adresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. mit folgenden Unterlagen:

  • Energiebedarfsberechnung mit Bauteilberechnungen / U-Wert-Berechnungen.
  • aktueller Bauplan / Werkplan und
  • Konstruktionsdetails.

Für statische Wärmebrückenberechnungen nutzen wir die Software BKI Wärmebrückenplaner 2.