Wärme- und Feuchteschutz

Gerne möchten wir Ihnen nachfolgend unsere Dienstleistungen als freies Sachverständigenbüro für Wärme- und Feuchteschutz vorstellen.

Unseren Schwerpunkt sehen wir innerhalb dieses Fachgebietes bei:

  • der Durchführung spezieller bauphysikalischer Berechnungen / Simulationen, insbesondere:
  • der Unterstützung von Architekten, Planern, Energieberatern und Sachverständigen bei speziellen Problemstellungen an allen Arten von Gebäuden - Wohngebäude und Nichtwohngebäude.

Wasserdampfdiffusion - dynamische Berechnung mit WUFI

Berechnung des hygrothermischen Verhaltens von Baukonstruktionen unter realen Bedingungen mit WUFI

Hygrothermische Simulationen erlauben eine realitätsnahe Ermittlung des gekoppelten Wärme- und Feuchtetransports in Materialien und Bauteilen unter realen Klimabedingungen, so wie es die aktuelle DIN 4108-3 im Anhang D fordert. Alle maßgeblichen Einflüsse für den Feuchteschutz von Baukonstruktionen, wie zum Beispiel Einbaufeuchte, Schlagregenbelastung, Wasserleitfähigkeit, farbabhängige Strahlungsabsorption und kapillarer Rücktransport werden berücksichtigt.

Mit WUFI 2D simulieren wir das hygrothermische Verhalten von:

  • Bauteilen im Regelquerschnitt,
  • Eck- / Anschlussdetails,
  • Wärmebrücken.

 

WUFI-Berechnungen für Neubau und Bestand

Typische Fragestellungen für eine hygrothermische Simulation von Bauteilen durch uns mit WUFI 2D sind:

  • Feuchteverhalten von Bauteilen unter typischen Klima- und Nutzungsbedingungen,
  • Prüfung der Bauweise auf Zulässigkeit und Eignung bzw. Feuchteschutznachweis gemäß DIN 4108-3 Kapitel 5. Diese Norm erlaubt den Feuchteschutznachweis für bestimmte Konstruktionen nur über den Weg der Simulation. Dies gilt seit der Ausgabe Oktober 2018 dieser Norm für folgende Bauteile, sofern Tauwasserbildung in ihrem Inneren zur Materialschädigung (z. B. durch Korrosion, Pilzbefall) oder zur Beeinträchtigung der Funktionssicherheit führen kann:
    • Konstruktionen von Räumen, die unbeheizt, gekühlt oder mit hoher Feuchtelast beaufschlagt sind (z. B. Schwimmbäder),
    • Bauteile von Gebäuden, die nicht unter die Kategorie "nicht klimatisierte Wohn- oder wohnähnlich genutzte Gebäude" fallen,
    • erdberührte Bauteile,
    • Bauteile zu unbeheizten Nebenräumen sowie Kellern,
    • begrünte und bekieste Dachkonstruktionen sowie solche mit Plattenbelägen und Holzrosten,
    • Innendämmung mit R > 1,0 m2∙K/W auf einschaligen Außenwänden mit ausgeprägten sorptiven und kapillaren Eigenschaften,
    • gedämmte, nicht belüftete Holzdachkonstruktionen mit Metalldachdeckung oder mit Abdichtung auf Schalung oder Beplankung ohne Hinterlüftung der Abdichtungs-/Deckunterlage.
  • Schutz von Holzbauteilen in der Konstruktion vor langfristiger Schädigung aufgrund zu hoher Feuchtigkeit,
  • Schutz vor Frostschäden an Putzen und Mauersteinen,
  • Identifikation von Planungsfehlern, bzw. frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Feuchteschäden bereits in der Planungsphase,
  • Identifikation der Ursache von Feuchteschäden auf Basis lokaler und zeitlicher Verteilung im Bauteil,
  • Analyse des Sanierungsbedarfs sowie Erarbeitung geeigneter Maßnahmen.

 

WUFI-Berechnungen bei Bauschäden

    WUFI-Berechnung_Wassergehalt_Ziegelmauerwerk.png

Im Schadensfall trägt unsere hygrothermische Berechnung mit WUFI 2D bei:

  • Zur Identifikation der Schadensursache (Gutachten). Typische Schadensbilder:
    • Luftleckagen,
    • Leckagen außen / Wassereintritt durch Schlagregen,
    • Schimmelpilzwachstum,
    • Schädigung von Holzbauteilen durch Pilze,
    • Korrosion im Bauteil,
    • Frostschäden.
  • Zum Vergleich von Planungs- und Istzustand und
  • zur Unterscheidung zwischen Planungs- und Ausführungsfehlern.

 

 

 

 

Normengrundlage für unsere hygrothermischen Berechnungen mit WUFI

Im Wesentlichen sind die folgenden Normen unsere Grundlage für die Durchführung und Auswertung hygrothermischer Berechnungen von Bauteilen, Anschlussdetails und Wärmebrücken:

  • DIN 4108-3:2018-10, Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz – Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung.
  • DIN 68800-2: 2012, Holzschutz - Teil 2: Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau.
  • WTA Merkblatt 6-1-01/D, Leitfaden für hygrothermische Simulationsberechnungen.
  • WTA Merkblatt 6-2, Ausgabe: 12.2014/D, Simulation wärme- und feuchtetechnischer Prozesse.
  • WTA Merkblatt 6-8-16/D:2016-08, Feuchtetechnische Bewertung von Holzbauteilen - Vereinfachte Nachweise und Simulation.

 

Typische Bauteile / Anschlußdetails

Typische Konstruktionen, für die wir hygrothermische Berechnungen durchführen, sind:

  • Flachdach in Holzbauweise, insbesondere im Hinblick auf Dachabdichtung, Belag sowie zusätzlichem Terrassenbelag oder Verschattung durch eine Photovoltaikanlage,
  • Flachdach in Holbauweise mit Begrünung,
  • Attika aus Holzbauteilen,
  • zusätzliche Wärmedämmung eines Steildaches im Bestand,
  • Außenwände mit zusätzlicher Innendämmung.

 

Ihre Anfrage zur hygrothermischen Berechnung

Für die hygrothermische Berechnung sind eine Menge an Randbedingungen zu berücksichtigen. Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage an unsere E-Mail-Adresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. mindestens mit folgenden Unterlagen:

  • Konstruktionsdetail des zu berechnenden Bauteils / Anschlußdetails,
  • Standort des Gebäudes,
  • umliegende Bebauung,
  • Himmelsrichtung und Neigung des Bauteils / Anschlußdetails,
  • eventuell vorhandene Verschattung,
  • Nutzung der an das Bauteil / Anschlußdetail angrenzenden Räume.

Energieeinsparung / EnEV / Energieausweise

Berechnungen zur aktuellen Energieeinsparverordnung / EnEV 2014

  • Berechnung des Energiebedarfs für Nichtwohngebäude nach DIN V 18599 im Bestand, auch in Verbindung mit der Energieberatung für Unternehmen und ggf. KfW-Förderungen.
  • Berechnung des Energiebedarfs für Passivhäuser nach PHPP,
  • Berechnung des Energiebedarfs für nicht gekühlte Wohngebäude im Bestand nach DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10.

Wir nutzen zur EnEV-Berechnung derzeit die Software BKI Energieplaner.

 

Energieausweise für Bestandsgebäude

Ausstellung von Energieausweisen für Wohngebäude und Nichtwohngebäude im Bestand als Berechtigter nach § 21 EnEV 2014.

Skala Energieausweis (ohne Klassen)

 

Befreiung / Ausnahme nach EnEV für Bauvorhaben in Bayern

Als Sachverständiger nach § 3 Abs. 1 AVEn:

  • Prüfung und ggf. Bescheinigung der Voraussetzungen (gemäß § 8 Abs. 1 AVEn) für eine Befreiung nach § 25 EnEV wegen besonderer Umstände, die durch unangemessenen Aufwand zu einer unbilligen Härte führen.
  • Prüfung und ggf. Bescheinigung der Voraussetzungen (gemäß § 7 Abs. 1 AVEn) für eine Ausnahme nach § 24 Abs. 2 EnEV, d.h. das Vorliegen einer Energiesparmaßnahme, welche nicht in der Energieeinsparverordnung beschrieben ist, aber mit der die Ziele der Energieeinsparverordnung in gleichem Umfang erreicht werden.

Behaglichkeit / Raumklima

Bemessung und Beurteilung der Behaglichkeitskriterien in Räumen

  • Raumlufttemperatur,
  • Raumluftfeuchtigkeit,
  • Strahlungstemperatur-Asymmetrie,
  • vertikale Temperaturschichtungen im Raum,
  • Fußbodentemperatur,
  • Zugerscheinungen und
  • operative Raumtemperatur

im Zusammenhang mit der

  • Aktivität und
  • Bekleidung der Personen im Raum.

 

Messung von Raumklimadaten

Aufzeichnung und Auswertung über mehrere Tage hinweg mithilfe eines Datenloggersystems von:

  • Lufttemperatur und
  • relativer Luftfeuchtigkeit.

Wasserdampfdiffusion - statische Berechnungsverfahren

  • Berechnung der Feuchteströme in Bauteile hinein und aus Bauteilen heraus nach DIN 4108-3 (Glaser-Verfahren),
  • Tauwasserbildung im Bauteilinneren und an Bauteiloberflächen nach EN ISO 13788, monatliche Betrachtung.

Beide Verfahren wenden wir zumeist im Zuge der Berechnung von Wärmedurchgangskoeffizienten von Bauteilen an.